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Hl.-Edith-Stein-Preis

Der Hl.-Edith-Stein-Preis wurde 2017 von der Edith-Stein-Gesellschaft in Breslau (Wrocław) ins Leben gerufen. Seither vergibt diese den Preis im Namen der Hl. Edith Stein. Die Gesellschaft setzt sich für das Verständnis, die Vertiefung und die Verbreitung des reichen spirituellen Erbes von Edith Stein ein, der Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz, Tochter des jüdischen Volkes, Philosophin und Karmelitin, von Papst Johannes Paul II. zur Mitpatronin Europas erklärt.

Mit dem Wissen, wie stark ihr Leben verbunden ist mit den tragischen Ereignissen des jüdischen, deutschen und polnischen Volkes möchte die Gesellschaft durch die Verleihung des Preises einen Beitrag zu einem vereinten und gerechten Europa leisten, in dem christlichen Werte und die Würde des Menschen respektiert und geachtet werden. 

Der Hl.-Edith-Stein-Preis wird vom Vorstand der Edith-Stein-Gesellschaft und dem Direktor des Zentrums für Erinnerung und Zukunft (2019 und 2020) für folgende Aktivitäten in einem breiten nationalen und internationalen Forum verliehen (Journalismus, Literatur, Medien, öffentliche und wissenschaftliche Foren).

Für die:

  • Erforschung und Popularisierung des geistigen Erbes von Edith Stein, der Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz, in den Bereichen Philosophie, Geschichte, Religion, Ethik, Medizin und anderen Wissenschaften,
  • Verwirklichung des Gedankens der übersinnlichen Würde des Menschen, des Rechts auf Leben und die Bestimmung zum Glück entsprechend dem christlichen Menschenbild,
  • Stäkung der Familie und Ehe als Bund zwischen Mann und Frau, die Erziehung der Kinder auf der Grundlage christlicher Moralvorstellungen, Achtung der Traditionen, der Freiheit und der Würde des Menschen,
  • Erziehung und Ausbildung junger Menschen im Geiste der Freundschaft, Brüderlichkeit und Einheit sowie der Verantwortung und des Dienstes auf der Grundlage christlicher Werte,
  • Verwirklichung der Vision einer gerechten Welt, den Dialog zwischen dem polnischen, dem deutschen und dem jüdischen Volk, den interreligiösen christlich-jüdischen Dialog sowie den Wiederaufbau und die Verbreitung des multikulturellen und multinationalen Erbes Mitteleuropas.

2021

Frau Jadwiga Skupnik-Kurowska – für die leidenschaftliche Verbreitung der Verehrung Edith Steins durch ein Einpersonenstück über ihr tragisches Schicksal. Frau Skupnik-Kurowska hat das Stück verfasst und es über einhundertfünfzig Mal aufgeführt. Für die Veröffentlichung der Erinnerungen „Edith Stein – mein Leben”, für die Weitergabe christlicher Werte in künstlerischer und pädagogischer Arbeit sowie für ihre langjährige aktive Teilnahme am Leben der Edith-Stein-Gesellschaft Breslau (Wrocław).

Herrn Sylwin Bechcicki – für die Mitbegründung der Edith-Stein-Gesellschaft, Ortsgruppe Lublinitz, seine über dreißigjährige Tätigkeit als Vorsitzender der Ortsgruppe, für sein langjähriges Engagement für die Verbreitung der Verehrung der Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz und für die Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit der lokalen Gemeinschaft, wovon beindruckende Ergebnisse zeugen, wie: Hilfe bei der Errichtung des multimedialen Edith-Stein-Museums im Haus der Familie Courant, Umbenennung einer Schule in Lublinitz in Edith-Stein-Schule und Ernennung der Stadt zur Edith-Stein-Stadt (Schirmherrschaft) sowie für seine Tätigkeiten auf den Gebieten Pädagogik, Soziales und Verlagswesen.

Frau Alfreda Poznańska (posthume Auszeichnung) 1939–2001 – Künstlerin, Bildhauerin, Professorin an der Akademie der Bildenden Künste Breslau (Wrocław), gute Freundin und Ehrenmitglied der Edith-Stein-Gesellschaft in Breslau (Wrocław). Bildhauerin der Altarskulptur in der Kapelle der Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz in der St.-Michaelis-Kirche Breslau (Wrocław) und Künstlerin, die die Kartusche an der Frontfassade des Edith-Stein-Hauses gefertigt hat.

Frau Susanne Batzdorff – für ihre aktive Teilnahme am jüdisch-christlichen Dialog in der Welt, für ihre langjährige freundliche und freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Edith-Stein-Gesellschaften in Breslau (Wrocław) und weltweit, für die Veröffentlichung des Buches „Edith Stein – meine Tante. Das jüdische Erbe einer katholischen Heiligen“, welches Papst Johannes Paul II. bei der Heiligsprechung von Edith Stein überreicht wurde, für die Offenheit und unschätzbare Hilfe bei der Rekonstruktion der Familiengeschichte und der Geschichte des Breslauer Hauses der Steins.

Herrn Alasdair MacIntyre – für die Erforschung des Lebens und Werkes der Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz, Edith Stein, für die umfangreiche Verbreitung ihres geistigen und wissenschaftlichen Erbes weltweit, für den Einsatz, die Weiterentwicklung und die Verbreitung sowohl der christlichen, moralischen und intellektuellen Werte, der Tugendethik im Geiste von Aristoteles und Thomas von Aquin als auch der klassischen Ideale als Autor zahlreicher Werke auf den Gebieten der Ethik, Moraltheorie und Philosophie.

2020

Prof. Hanna Barbara Gerl-Falkovitz – für die Förderung der Person und des Denkens von Edith Stein in Europa, für die Mitbegründung und langjährige Tätigkeit in der deutschen Edith-Stein-Gesellschaft, die Mitherausgeberschaft der Gesamtausgabe Edith Stein, der Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz, für die langjährige wissenschaftliche Beschäftigung mit ihrem Leben und Denken, für ihre engagierte universitäre Arbeit in den Bereichen Philosophie und Religion. Für ihre Tätigkeit in zahlreichen Vereinen und Organisationen, Publikationen über den Wert der Vergebung und für ihre materielle Unterstützung der Bibliothek im Edith-Stein-Haus in Breslau (Wrocław).

Prof. Anna Grzegorczyk – für die Mitbegründung des Edith-Stein-Forschungszentrums in Poznań, für die langjährige wissenschaftliche und forschende Tätigkeit zum Leben und zu den Schriften von Edith Stein, der Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz, in Polen und im Ausland. Für die Förderung ihres spirituellen Erbes, die Zusammenstellung und Herausgabe zahlreicher Publikationen, insbesondere der „Wissenschaftlichen Zeitschrift des Edith-Stein-Forschungszentrums“, für die engagierte Arbeit  im Bereich der Geisteswissenschaften, insbesondere der Phänomenologie.

Frau Renata Zajączkowska – für die Mitbegründung der Edith-Stein-Gesellschaft und der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft Breslau (Wrocław), für  die langjährige engagierte Arbeit im Prüfungsausschuss der Edith-Stein-Gesellschaft, für die Beschaffung finanzieller Mittel für die Veröffentlichung des Stadtführers „Edith Stein. Spuren in Breslau“ und für die langjährige Arbeit für den polnisch-deutschen Dialog und die Erinnerung an Edith Stein und ihr Erbe in Breslau (Wrocław).

2019

Frau Anita Czarniecka-Stefańska – für langjährige aktive Tätigkeit in der Edith-Stein-Gesellschaft in Breslau (Wrocław), für die Mitgestaltung und fotografische Dokumentation von Ereignisse in der Chronik der Gesellschaft, für die Redaktion des Buches Edyta Stein w kulturze polskiej (Edith Stein in der polnischen Kultur), ein Geschenk der Edith-Stein-Gesellschaft an Papst Johannes Paul II. anlässlich der Heiligsprechung von Teresia Benedikta vom Kreuz, sowie für ihren engagierten Einsatz zur Erinnerung an Orte, die mit dem Leben von Edith Stein in Breslau (Wrocław) verbunden sind und die Förderung ihres spirituellen Erbes.

Pfr. Dr. Manfred Deselaers – für seinen sensiblen priesterlichen Dienst in Auschwitz, seine Arbeit über die religiöse Bedeutung der Erinnerung an Auschwitz und die Heilung der „offenen Wunde im Herzen Europas“, für seine Mitarbeit im Zentrum für Dialog und Gebet, dem interreligiösen und internationalen Dialog, die Verbreitung der Verehrung der Märtyrer des Holocaust: Hl. Edith Stein und Hl. Maximilian Kolbe, sowie für die langjährige Zusammenarbeit und Unterstützung der Edith-Stein-Gesellschaft in Breslau (Wrocław).

Pfr. Prof. Jerzy Machnacz – für die Erforschung und Verbreitung des geistigen und intellektuellen Erbes der Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz, zahlreiche Publikationen, leidenschaftliche Predigten und Vorträge, für die Organisation und die Teilnahme an internationalen Konferenzen über die Philosophie Edith Steins und ihre Botschaft für die moderne Welt, für die geistliche und materielle Unterstützung des Edith-Stein-Hauses in Breslau (Wrocław) sowie die Verbreitung der Verehrung der Hl. Teresia Benedikta vom Kreuz in Polen und der Welt.

Pf. Prof. Jerzy Machnacz, Frau Anita Czarniecka-Stefańska, Pf. Dr hab. Manfred Deselaers

2018 

Pfr. Hermann Peters für das Engagement im deutsch-polnischen Dialog, die geistliche und finanzielle Unterstützung bei der Verbreitung des Erbes Edith Steins in Deutschland und Polen und vor allem in seiner Kirche St. Bonifatius in Dortmund, sowie für die langjährige Zusammenarbeit mit der Edith-Stein-Gesellschaft.

Frau Danuta Skraba – für die Mitbegründung der Edith-Stein-Gesellschaft, die Entschlossenheit bei den Verhandlungen mit den höchsten deutschen und polnischen Behörden zum Erwerb des Hauses der Familie Stein und für die Erlangung von Mitteln für die Renovierung des Hauses, für die Kontaktaufnahme und die Pflege des Kontaktes mit der Familie Batzdorff in den USA, aber auch für die langjährige großartige Arbeit zur Bewahrung des Andenkens an Edith Stein in Breslau (Wrocław) und die Bekanntmachtung ihre geistigen Erbes.

Herr Marian Lukaszewicz – für die Mitbegründung der Edith-Stein-Gesellschaft, die Gründung der Quartalzeitung TES, wertvolle Publikationen über die Familie und das Leben der Steins, die Geschichte des Hauses sowie den Orten in Breslau (Wrocław), die mit Edith Stein in Verbindung stehen, für die hingebungsvolle Arbeit als Vorstand der Edith-Stein-Gesellschaft sowie die Verbreitung ihres geistigen Erbes.

Pfr. Jerzy Witek – für die Mitbegründung der Edith-Stein-Gesellschaft, seine Entschlossenheit bei den Verhandlungen mit den höchsten Behörden Polens und Deutschlands zum Erwerb des Hauses der Familie Stein und von Mitteln für die Renovierung des Gebäudes, die Beteiligung an Grundlegung der Edith-Stein-Kapelle in der St.-Michaelis-Kirche in Breslau (Wrocław), die langjährige hingebungsvolle Arbeit zur Bewahrung und Verbreitung ihres geistiges Erbes und für seine Tätigkeit als Vorsitzender der Edith-Stein-Gesellschaft von 2010–2021.

2017 

Kardinal Joachim Meisner (posthume Auszeichnung) – für sein Engagement für die deutsch-polnische Versöhnung, für seine geistliche und finanzielle Unterstützung in der Förderung des Erbes der Hl. Edith Stein in Polen und für die Finanzierung der Kapelle der Heiligen Teresia Benedicta vom Kreuz in der St.-Michaelis-Kirche.

Pfr. Dr. hab. Robert Skrzypczak – für die unermüdliche Verkündigung der Würde des Menschen, das Recht auf Leben, die Bestimmung zum Glück, seinen Aufruf zur Rettung der Familie und zur Versöhnung der Nationen durch die Rückkehr Europas zu seinen christlichen Wurzeln. Für die Führung eines an christlichen Werten reichen Dialogs in den Medien und für die Verbreitung des geistigen und intellektuellen Erbes der Hl. Edith Stein. 

Pfr. Prof. Dr. hab. Bogumil Gacka – für die Gründung des weltweit ersten Lehrstuhl für Personalismus an der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität in Warschau, die Erforschung der Realität der Schöpfung, der übersinnlichen Würde des Menschen und des Volkes, der Herrlichkeit der Natur, für den Aufbau einer auf christlichen Werten basierenden Welt und für die Verbreitung des geistigen und intellektuellen Erbes des Hl. Johannes Paul II. und der Hl. Edith Stein.

Frau Stella Zylbersztajn-Tzur – eine jüdische Holocaust-Überlebende. Für ihre unermüdliche Arbeit an der Verwirklichung der Vision einer gerechten Welt, in der die Menschenwürde, religiöse Werte und das Recht der Völker auf Freiheit geachtet werden.

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